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Am vergangen Samstag stand für die SG Oldenburg/Sünteltal mit dem Auftritt vor heimischen Publikum das letzte Spiel der Saison auf dem Programm. Zu Gast in der Sporthalle Ofenerdiek in Oldenburg waren die Dragon Wheelers aus Quakenbrück. Für die SG war ein Sieg gegen die bereits als sicher abgestiegenen Gäste Pflicht, wollte man am letzten Spieltag den Aufstieg vielleicht doch noch perfekt machen. Dass es dazu jedoch leider nicht kam, lag nicht an der versäumten Pflichtaufgabe in eigener Halle, sondern an dem souveränen Erfolg der Jena Caputs über die HRB Essen. Mit einem 85:38-Sieg verabschiedete sich die Rollstuhlbasketballer der SG Oldenburg/Sünteltal um Trainer Harald Fürup in die Sommerpause. Dabei konnten alle Mannschaftsteile noch einmal zeigen, warum man nun am Ende der Saison mit 22:6 Punkten gleichauf mit dem Meister auf dem zweiten Tabellenplatz steht. Nach einem guten Beginn verhinderte lediglich eine schwache Trefferquote der Hausherren einen höheren Vorsprung als 18:10 nach den ersten zehn Minuten. Dass man die Dragon Wheelers jedoch nicht unterschätzen darf, zeigten die ersten Minuten im zweiten Viertel. Nach drei erfolgreichen Angriffen in Folge waren die Gäste plötzlich auf 20:18 (15. Minute) daran. Doch statt nun hektisch zu werden, machte die SG deutlich, dass sie im Laufe der Saison einiges gelernt hat und antwortet bis zum Halbzeitpfiff mit einem 17:5-Lauf. Dieser Schlag setzte den Wheelers scheinbar so sehr zu, dass sie völlig unstrukturiert in die zweite Hälfte starteten. Dies wussten im dritten Viertel vor allem Martin Steinhardt und Alexander Roggelin zu nutzen. Mit 26 bzw. 16 Punkten zeigten beide zum Abschluss ihre beste Saisonleistung. Ein 18:0-Lauf der Spielgemeinschaft zum 55:23 (27. Minute) zerstörte so die letzte Hoffnung der Gäste, die sich bis zum Spielende ihrem Schicksal ergaben. Nachdem Schlusspfiff stand ein, auch in der Höhe verdienter, 85:37-Sieg der SG zu Buche, der an diesem Tag zusammen mit einer nicht für möglich gehaltenen Saison von Mannschaft und Zuschauern gebührend gefeiert wurde. „Wir haben eine geniale Saison gespielt, womit wohl niemand vorher gerechnet hatte. Ob es nun wirklich auch noch zum Aufstieg reichen wird, entscheidet sich erst nachher in Jena. Egal was am Ende dabei raus kommt, ich bin stolz auf die Leistung unserer Mannschaft. Besonders freu ich mich heute für Alex und Martin. Die beiden konnten in den letzten Monaten das Team häufig nur von draußen unterstützen. Heute haben sie auf dem Feld gezeigt, was sie drauf haben“, so SG-Sprecher Martin Kluck direkt nach der Partie. Dass die anschließende Feier im Vereinsheim nicht zur Meisterfeier wurde, sondern „nur“ zur Saisonabschlussfeier, lag an dem bravourösen Sieg der Jena Caputs über die HRB Essen. „Jena ist völlig verdient Meister der 2. Bundesliga Nord geworden. Sie haben über die ganze Saison tollen Basketball geboten, waren von allen am konstantesten und haben häufig Ausfälle wichtiger Säulen im Team kompensieren können. Wir sind gespannt, was Lars und sein Team in den nächsten Jahren aus diesem noch jungen Verein machen wird“, so die Glückwünsche aus dem Lager der SG Oldenburg/Sünteltal nach Jena. Für die SG im Einsatz waren: Martin Steinhardt (26), Felix Heise (4), Martin Kluck (19), Nils Röbke-Stadtsholte (2), Tan Caglar, Alexander Roggelin (16), Thomas Schröder (8), Khalid Rahmouni-Alami (5) und Michael Möllenbeck (5). |